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Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten anlässlich und im Vorfeld des Tages der Nachbarn (29.5.20)

Ein Anruf aus dem Bundespräsidialamt kommt ja nicht alle Tage. Wir von der FreiwilligenAgentur Pankow waren natürlich hoch erfreut über die Anfrage zu einem Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier über unsere Arbeit während der Corona-Krise.

In einem 20minütigen sehr angenehmen und angeregten Telefonat informierte sich der Bundespräsident über unsere Erfahrungen im Rahmen der Koordinierung der Corona-Nachbarschaftshilfe. Wir berichteten von der schnell aufgebauten und gut funktionierenden Vernetzungsstruktur mit den anderen FreiwilligenAgenturen unter der Moderation der bagfa e. V., dem Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin e. V. und den in direkter Kooperation stehenden Pankower Stadtteilzentren. Großes Interesse zeigte er an dem von uns wahrgenommenen nachbarschaftlichen Umgang der Menschen mit der Krise, etwa, ob die Hilfsbereitschaft der Bürger*innen im Vergleich zu vorher spürbar gewachsen sei. Wir konnten dies bestätigen, was sich an der überwältigenden Zahl der berlinweit in den FreiwilligenAgenturen registrierten Unterstützer*innen zeigt. Im Verhältnis dazu sind die ebenso berlinweit bei den Agenturen gemeldeten Hilfebedarfe eher gering – ein gutes Zeichen dafür, dass auch die privat initiierte nachbarschaftliche, freundschaftliche und familiäre Hilfe in großem Ausmaß vorhanden ist.

Herr Steinmeier zeigte sich sehr erfreut über die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Berlinerinnen und Berliner. Darüber hinaus hatte er Interesse am Thema "Verschwörungstheorien" und äußerte sich zufrieden darüber, dass zumindest in unserem Umfeld von solchen nichts zu hören war.

Heidi Graf
FreiwilligenAgentur Pankow

Link: Am Tag der Nachbarn - Der Bundespräsident bedankt sich bei Berlinern für die Hilfe in der Coronazeit.